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Stadt Wien bittet um Mithilfe der Bürger:
Stadt Wien bittet um Mithilfe der Bürger: Restitution geraubten jüdischen Vermögens Die Stadt Wien sucht nach ehemaligen Eigentümern von während der NS-Zeit geraubten Kunst- und Kulturgegenständen. Jene Exponate, die sich aktuell im Eigentum der Stadt Wien befinden, sollen den betroffenen Personen zurückgegeben werden. Deshalb wird um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung gebeten. Der Wiener Gemeinderat hat am 29. April 1999 die Rückgabe von jenen Kunst- und Kulturgegenständen aus den Wiener Museen, Bibliotheken, Archiven und Sammlungen beschlossen, die während der NS-Zeit angekauft worden und als bedenkliche Erwerbungen (Raub, Beschlagnahme, Enteignung etc.) einzustufen sind sowie nach 1945 im Zuge eines Rückstellungsverfahrens nach den Bestimmungen des Ausfuhrverbotsgesetzes unentgeltlich in das Eigentum der Stadt Wien übergegangen sind. Der Magistrat wurde ermächtigt, die ursprünglichen Eigentümer oder deren Rechtsnachfolger festzustellen und die Kunst- und Kulturgegenstände an diese zu überweisen. Jene Kunstgegenstände, bei denen sich die ursprünglichen Eigentümer nicht mehr feststellen lassen, werden an den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus ausgefolgt, der sie zugunsten der Opfer des NS-Regimes verwertet. Es ist der Stadt Wien ein wichtiges Anliegen, dass entzogene Kunstgegenstände, die sich noch heute im Eigentum der Stadt befinden, in natura an die wirklich Berechtigten restituiert werden und dass ihre Verwertung zur Entschädigung von NS-Opfern nur die ultima ratio der Restitutionsbemühungen darstellt. Deshalb veröffentlichen die Museen der Stadt Wien seit dem 27. September 2001 auf ihrer Website 148 von der Vugesta" (der Verwertungsstelle für jüdisches Umzugsgut der Gestapo") erworbene Objekte mit einer ausführlichen Beschreibung der Gegenstände und Fotos im Internet. Seit 27. August 2002 befindet sich auf der Homepage der Museen der Stadt Wien (www.wienmuseum.at) eine Liste von 1545 in der NS-Zeit vom Dorotheum erworbenen Objekten, seit September 2003 eine Liste von 550 Objekten aus dem Kunsthandel, 12 Widmungen von öffentlichen Stellen und 212 von Julius Fargel getätigten Ankäufen bzw. Widmungen, deren Eigentümer zum Zeitpunkt der nationalsozialistischen Machtübernahme Österreichs im März 1938 nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnten. Diese Listen wurden zuletzt am 1. Juli 2005 aktualisiert. Bei den Ankäufen der damaligen Städtischen Sammlungen von der Vugesta, die vom Zeitpunkt ihrer Errichtung im Frühherbst 1940 bis zum Kriegsende das Umzugsgut von 5000 bis 6000 und die Wohnungseinrichtungen von mindestens 10.000 geflüchteten und deportierten jüdischen Familien verwerteten" sowie bei den Ankäufen von Julius Fargel, der gleichzeitig als Schätzmeister für Gemälde bei der Vugesta sowie als Gemälderestaurator für die Städtischen Sammlungen tätig war, gilt es als gesichert, dass diese Kunstgegenstände Juden entzogen worden und zu restituieren sind. Bei den Dorotheumsankäufen, den Ankäufen aus dem Kunsthandel und aus Antiquariaten sowie Widmungen von öffentlichen Stellen ist anzunehmen, dass auch ein Teil dieser Objekte aufgrund nationalsozialistischer Verfolgungsmaßnahmen versteigert bzw. veräußert wurde und an die ursprünglichen Eigentümer bzw. an deren Rechtsnachfolger zu restituieren ist. Die Museen der Stadt Wien bitten um zweckdienliche Mitteilungen einer breiteren Öffentlichkeit über die Herkunft der angeführten, von der Vugesta, dem Dorotheum, aus dem sonstigen Kunsthandel, aus Antiquariaten, von öffentlichen Stellen sowie von Julius Fargel erworbenen Objekte und über deren ehemalige Eigentümer bzw. heutige Anspruchsberechtigte. Die Museen der Stadt Wien ersuchen, diese Mitteilungen an den Restitutionsbeauftragten der Museen der Stadt Wien zu richten:
Dr. Peter Eppel oder
MMag. Dr. Michael Wladika The City of Vienna asks all citizens for cooperation: Restitution of robbed Jewish property The City of Vienna is searching for former owners of art and cultural items robbed during the Nazi era. The objects actually owned by the City of Vienna shall be returned to the parties concerned. Therefore relevant indications are requested from the inhabitants. The Vienna City Council decided on 29 April 1999 the restitution of art and cultural items from the city's museums, libraries, archives and collections acquired during the Nazi era and considered as questionable acquisitions (robbery, confiscation,expropriation etc.) which after 1945 in the course of a transfer process according to the provisions of the export ban law passed into the possession of the City of Vienna. The municipal Council was authorized to search for the initial owners or their legal successors and to return the art and cultural items to them. Those art and cultural items where the initial owners cannot be determined anymore are handed over to the National Fund of the Republic of Austria for victims of National socialism which disposes of them in favour of the victims of the Nazi regime. It is important to the City of Vienna that withdrawn art objects still in possession of the City shall be restored in natura to the legitimate persons and that the disposition of these objects as compensations for the victims of the Nazi era shall only represent the last solution within the restitution efforts. Therefore the Museums of the City of Vienna are publishing since 27 September 2001 on their website 148 objects acquired from Vugesta (Gestapo Office for the Disposal of the Property of Jewish Emigrants) with fotos and a detailed description of the articles on the internet. Since 27 August 2002 there is a list on the homepage of the Museen der Stadt Wien (www.wienmuseum.at) of 1545 objects acquired during the Nazi era, since September 2003 a list of 550 objects acquired from art dealers, 12 public donations and 212 acquisitions by Julius Fargel or donations where the owners at the time the Nazis came to power in Austria in March 1938 have not been identified beyond doubt. These lists have been updated on 1 July 2005. With regard to the acquisitions by Städtische Sammlungen from Vugesta which at the time of its foundation in early automn 1940 until the end of the war "disposed" of the property of 5000 to 6000 and the furniture of at least 10000 emigrated or deported Jewish families as well as with regard to the acquisitions of Julius Fargel who simultaneously worked as an evaluator of paintings for Vugesta and as a restorer of paintings for Städtische Sammlungen there are clear indications that those art objects have been stolen from Jewish owners and are to be restored. With regard to the acquisitions of the Dorotheum auction house, to the acquisitions from art and antique dealers as well as the donations by public authorities it is assumed that a part of those objects was auctioned or sold as a result of Nazi persecution activities and are to be restored to the initial owners or their legal successors. Museen der Stadt Wien therefore requests that relevant information about the origins of the above mentioned objects acquired from Vugesta, the Dorotheum, other art and antique dealers, public authorities and Julius Fargel and about their former owners or present-day claimants be addressed to the person responsible for restitutions at Museen der Stadt Wien, namely:
Dr. Peter Eppel or
MMag. Dr. Michael Wladika |