ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFT BUENOS AIRES


INFORMATIONEN ÜBER ÖSTERREICH

Hinweis: aktuelle Informationen finden sie unter www.bka.gv.at/site/6630/default.aspx, www.austria.gv.at


Wien



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Land und Leute

Österreich liegt im südlichen Mitteleuropa und hat sowohl Anteil an den Ostalpen - beinahe zwei Drittel des Staatsgebietes werden von ihnen eingenommen - als auch am Donauraum.

Die Bodenfläche beträgt 83.858 km².

Durch seine Lage bedingt ist das Land seit jeher Kreuzungspunkt der Verkehrsrouten zwischen den großen europäischen Wirtschafts- und Kulturräumen. Mit acht Staaten hat Österreich gemeinsame Grenzen: mit Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien der Schweiz und Liechtenstein.


Die Alpen In diesem Kernland Europas überschneiden sich vielfältige Landschafts-, Klima- und Vegetationsformen. Die österreichische Landschaft umfasst Hoch- und Mittelgebirgsregionen ebenso wie Hügelland und Ebene. Das Alpen- und Karpatenvorland, das Wiener Becken und der österreichische Anteil am Pannonischen Tiefland im Osten sind die wichtigsten Siedlungs- und Wirtschaftsräume. Der höchste Berg ist der Großglockner (3.797 m), der bedeutendste Fluss die Donau, welche das Land auf einer Länge von rund 350 km durchfließt.

Österreich liegt innerhalb der gemäßigten Zone. Das Klima weist Übergangscharakter vom gemäßigten, atlantisch beeinflussten Westen bzw. Nordwesten zum kontinental geprägten Osten auf. Die Niederschlagsmenge zeigt ein deutliches West-Ost-Gefälle. Die Vielfalt des Reliefs und des Klimas bewirkt eine artenreiche Flora und Fauna. Österreich ist eines der waldreichsten Länder Europas.


Volkstanz auf dem Land Österreich hatte Ende 1997 laut Bevölkerungsfortschreibung 8,07 Millionen Einwohner, die zu rund 98% deutschsprachig sind. Im Süden und Osten des Bundesgebietes leben Angehörige der sechs in Österreich anerkannten Volksgruppen. Im Osten Österreichs sind es Kroaten, Ungarn, Tschechen, Slowaken sowie Roma und Sinti. In Südkärnten und in der südlichen Steiermark siedeln Slowenen.



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Das politische System

Österreich ist eine demokratische Republik. Daher werden das Staatsoberhaupt (der Bundespräsident) und die Gesetzgebungsorgane vom Volk gewählt. Den Staatsbürgern sind schon seit 1867 Grund- und Freiheitsrechte, z.B. die Glaubens- und Gewissensfreiheit, garantiert. Die Bestimmungen der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und der Grundfreiheiten vom 4. November 1950 wurden von Österreich ratifiziert.

Österreich ist ein Bundesstaat, dessen neun Gliedstaaten die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien sind. Wien ist zugleich Bundeshauptstadt. Die Gesetzgebung des Bundes wird von den beiden Kammern des Parlaments - dem Nationalrat und dem Bundesrat - ausgeübt, wobei letzterem die Vertretung der Interessen der Bundesländer obliegt. Die Gesetzgebung der Bundesländer wird von den Landtagen ausgeübt.

Die 183 Abgeordneten des Nationalrats werden alle vier Jahre vom Bundesvolk, die Mitglieder der Landtage von der Bevölkerung des jeweiligen Bundeslandes gewählt. Die Mitglieder des Bundesrates - derzeit 62 - werden von den Landtagen entsandt. Die Nationalratswahl 2008 brachte folgende Mandatsverteilung:

57 Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ)
51 Österreichische Volkspartei (ÖVP)
20 Die Grünen - die grüne Alternative(G)
34 Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)
21 Liste Jörg Haider (BZÖ)

Details zum österreichischen Parlament: www.parlament.gv.at

Die obersten Organe der Vollziehung des Bundes sind neben dem Bundespräsidenten die Mitglieder der Bundesregierung, deren Vorsitzender der Bundeskanzler ist. Oberstes Organ der Vollziehung der Länder sind die Landesregierungen, an deren Spitze ein Landeshauptmann steht.


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Wirtschaft


Industrie Österreich, seit Jahresbeginn 1995 Mitglied der Europäischen Union, ist ein hochentwickeltes Industrieland mit einem bedeutenden Dienstleistungsanteil. Wichtigste Industriezweige sind Nahrungs- und Genussmittel, Maschinen- und Stahlbau, Chemie und Fahrzeuge. Im Fahrzeugbereich ist die Motoren- und Getriebeproduktion wichtigster Teilbereich mit einer Exportquote von über 90%. So werden etwa pro Jahr rund 800.000 Motoren erzeugt, die sich in vielen bekannten Automarken wiederfinden. Bei elektronischer Technologie hat sich Österreich insbesondere bei maßgeschneiderten Elektronikprodukten wie Chips und integrierten Schaltkreisen (Entwicklung von Chips für: Airbag, ABS-Bremssysteme, Bauteile für Airbus oder Super-Schnellzüge usw.) international einen Namen gemacht.

Industrie und Gewerbe weisen in Österreich einen hohen Anteil an Mittelbetrieben auf. Die österreichische Industrie umfasst alle Branchen, von der Urproduktion bis zur arbeitsintensiven Finalerzeugung. Zunehmend wichtig wird der Anlagenbau (d.h. die Planung, Lieferung und Montage kompletter Produktionsanlagen einschließlich des Know-hows), der einen starken Exportanteil aufweist, aber auch der Elektroniksektor, wie etwa die Herstellung integrierter Schaltungen.

Österreichs Kunsthandwerk ist weltbekannt, insbesondere feine Handarbeiten, Modeschmuck, Keramik und Glasarbeiten.


Industrie Derzeit kommen nur etwa 3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus dem primären Sektor (Land- und Forstwirtschaft), während 40% auf den sekundären Bereich entfielen (Güterproduktion, Energie, Bergbau). Aus dem tertiären Sektor (Dienstleistungen, Geldwirtschaft, öffentlicher Dienst, Handel, Verkehr, Tourismus) stammten rund 57% des BIP .

Von der Gesamtfläche Österreichs entfallen rund 18% auf Ackerland, 27% auf Grünland und 46% auf Waldbestände. Rund 5% aller Erwerbstätigen sind in Österreich in der Land- und Forstwirtschaft tätig.


Alpenlandschaft Auf dem Sektor der Rohstoff- und Energiegewinnung verfügt die Alpenrepublik über reiche Ressourcen, doch macht eine stetig expandierende Industrie in zunehmenden Maße ergänzende Importe erforderlich.

Als exportorientiertes Land entwickelte Österreich einen weitverzweigten und hochdifferenzierten Außenhandel. Zwei Drittel davon werden mit den Ländern der Europäischen Union abgewickelt.



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Geschichte

Der Raum des heutigen Österreich - schon in prähistorischer Zeit besiedelt - wurde um die Zeitenwende von den Römern in ihr Weltreich einbezogen, das in den Stürmen der Völkerwanderung zerbrach.


Kaiser Franz Um 800 n. Chr. schuf Karl der Große zwischen den Flüssen Donau und Drau die Karolingische Mark gegen die Awaren. 976 wurden die Babenberger mit Teilen dieses Gebiets belehnt, das 1156 zum Herzogtum erhoben wurde. Nach dem Aussterben ihrer Dynastie kam das Herzogtum Österreich 1282 an die aus Schwaben stammenden Habsburger. Sie bauten durch eine geschickte Heirats- und Bündnispolitik ein Weltreich auf. Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts trugen in fast ununterbrochener Folge Habsburger die Kaiserkrone des „Heiligen Römischen Reiches".



1522 erfolgte die Teilung des Hauses Habsburg in eine spanische und in eine österreichische Linie. Letztere erwarb 1526 durch Inkrafttreten eines Erbvertrags Böhmen und Ungarn und legte so den Grundstein für den späteren Vielvölkerstaat. Durch die Abwehr der Türken im 16. und die Siege über sie Ende des 17. Jahrhunderts begann der Aufstieg Österreichs zur Großmacht. Im 18. Jahrhundert schufen die Herrscherin Maria Theresia und ihr Sohn Joseph II. mit ihren Reformen die Grundlagen für einen modernen Staat (zentrale Verwaltung, Schulpflicht, Aufhebung der Leibeigenschaft).

Kaiser Franz I. begründete 1804 das Kaisertum Österreich und legte 1806 die bedeutungslos gewordene römisch-deutsche Kaiserkrone nieder. Durch den sogenannten „Ausgleich" entstand 1867 die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn die nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel.

Die 1918 gegründete Republik Österreich wurde nun zu einem Kleinstaat. 1938 wurde Österreich als erstes Land vom Deutschen Reich annektiert, wobei die Rolle des Landes und seiner Bevölkerung während dieser Zeit erst langsam aufgearbeitet wird und Bemühungen zur Restitution arisierten Vermögens, sowie zur Entschädigung der in das heutige Staatsgebiet verschleppten Zwangsarbeiter noch immer im Gang sind.

1945 erklärte sich Österreich wieder als selbständiger Staat (Zweite Republik), blieb jedoch zehn Jahre lang von Truppen der vier Großmächte Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und USA besetzt. 1955 erlangte Österreich wieder seine Souveränität. Am 26. Oktober desselben Jahres (seither Nationalfeiertag) beschloss der Nationalrat die immerwährende Neutralität Österreichs.

Mit dem Ende des Kalten Kriegs ist Österreich von seiner Randlage an der Grenze zwischen „Ost" und „West" wieder verstärkt in das Zentrum eines größeren Europas gerückt. Anstelle des Ost-West-Konflikts, der bis zum Zerfall der Sowjetunion und dem Zusammenbruch des Kommunismus bestimmender Faktor war, entwickelten sich seitdem in Europa neue Formen partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Vor diesem Hintergrund hat Österreich 1995 bedeutende Weichenstellungen vollzogen: Seit 1. Jänner 1995 ist es Mitglied der Europäischen Union (EU) und im Februar 1995 nahm Österreich die Einladung zu einer Teilnahme an der NATO-Partnerschaft für den Frieden an. Diese Schritte schließen an die langjährige aktive Mitgliedschaft Österreichs in den Vereinten Nationen, im Europarat und in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an.


UNO-City Die Bundeshauptstadt Wien beherbergt als einer der Amtssitze der Vereinten Nationen die IAEO, die UNIDO und mehrere UNO-Abteilungen. Wien ist Sitz des Sekretariats und des Ständigen Rats der OSZE. Wien war auch wiederholt Ort für weichenstellende Gipfeltreffen der Großmächte sowie für andere wichtige internationale Verhandlungen. Im Rahmen der Vereinten Nationen wirkt Österreich seit vielen Jahren aktiv an friedenserhaltenden Operationen mit.

Österreich hat neue und weitreichende Möglichkeiten gewonnen, seine Stellung in der Welt zu festigen. Dies trifft auf Maßnahmen in den Bereichen Stabilitätspolitik, Prävention und Krisenmanagement zu. Dazu zählen auch internationale Anstrengungen auf dem Gebiet der Umweltpolitik, der Österreich prioritäre Bedeutung beimisst. Die nuklearen Anlagen in den Nachbarländern sind hierbei von besonderer Aktualität. Österreich tritt für die Schaffung eines europäischen Sicherheitssystems ein, das zu einer weiteren Stärkung der Sicherheit Europas führen sollte.

Auch unter geänderten Bedingungen kann Österreich seine langjährige Tradition fortsetzen, zur Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit solidarisch beizutragen.



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